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Jakob Schenavsky

Ich bin 42 Jahre alt, von Beruf Jurist, selbständig, glücklich verheiratet und habe 3 kleine Töchter. In der ZJD habe ich alle Stationen durchlaufen: Chanich, dann Madrich und Rosch-ha-Machaneh. Danach ging ich für ein Jahr nach Israel - Ulpan im Kibbuz Maagan Michael und Mechina zur Universität in Jerusalem. Nach meinem Jurastudium in München habe ich die Zeitschrift Nudnik herausgegeben. Seit 1993 in Berlin war ich Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied von Benevolencija Deutschland e.V., einem Verein zur Unterstützung der jüdischen Gemeinde in Sarajevo. Ich bin Mitbegründer und Gabbai der Synagoge Oranienburger Strasse und habe mich in dieser Funktion intensiv für die Weiterbeschäftigung von Rabbiner Rothschild eingesetzt.

Genau dieser Einsatz führte zu meinem jetzigen Engagement. Es kann nicht sein, dass der Kultusdezernet und Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Nachama einen Gemeinderabbiner ohne Begründung kündigen kann, weil er mit ihm angeblich nicht zusammenarbeiten kann, ohne dass die Beter der Synagogen oder deren Vorstände befragt werden. Es kann nicht sein, dass sich dieser selbe Kultusdezernent gleichzeitig über Fernstudium eine Privatsmicha als Rabbiner besorgt, um bald selbst die Position einzunehmen, aus der er den ordentlichen Rabbiner entfernen ließ. Wer nun glaubt, ich phantasiere, der sollte sich das System Nachama vor Augen führen. Zunächst hat er monatelang in allen Medien erklärt, dass er nicht kandidieren werde. Nun kandidiert er doch. "Die eleganteste Möglichkeit, von einer eigenen Ankündigung abzurücken, ist noch immer, sich darum bitten zu lassen"(FAZ). Genau die gleiche Masche führt uns der Vorstandsvorsitzende vor, um "liberaler" Gemeinderabbiner in Berlin zu werden. Er dementiert, dass er liberaler Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu Berlin werden will... Diese Selbstbedienung muss ein Ende haben. Die Gruppe "Jüdisches Leben" ist eine neue unverbrauchte Kraft, die endlich die Gemeinde und Sie, die Gemeindemitglieder, in den Mittelpunkt stellen will. Wir wollen:
· Die Demokratisierung der Gemeinde und die Kommunikation unter den Gemeindemitglieder müssen verstärkt werden. Offene Gesprächsrunden auch ausserhalb der Gemeindeversammlungen zu Schwerpunktthemen, Stärkung der Ausschüsse und deren Rechte, Beterversammlungen mit Rechten, Internetchatforen usw.
· Wir werden interessante Projekte, die aus Privatinitiativen entstehen, so unbürokratisch wie möglich unterstützen.
· Wir treten daher dafür ein, dass alle Richtungen in der Einheitsgemeinde verwirklicht werden können. Alle Juden müssen vom Vorstand gleich behandelt werden, egal ob sie orthodox, konservativ oder liberal, sefardisch oder aschkenasisch oder ob sie einfach Juden sind, die sich nicht in eine Schublade einordnen wollen.
· Wir wollen eine Gemeindeverwaltung, die verständlich, freundlich, offen und kontrollierbar ist.
· Wir wollen, daß unsere Synagogen wieder Orte des Betens, des Lernens, des kulturellen Lebens und der Begegnungen werden.

Liebe Wähler, gehen Sie zur Wahl und schauen Sie sich genau an, ob der Kandidat wirklich für Sie arbeiten will oder - wie Mitglieder aus der Gruppe "Jüdische Einheit" um Nachama - nur "hochkarätigen Gästen" die Hände schütteln wollen:
Aus der Repräsentanz vom 22.3.2000
Nachama berichtete, daß er, nachdem kein Berliner Repräsentant im Präsidium des Zentralrats sitzt, eingeladen wurde, zusammen mit Präsidiumsmitgliedern den israelischen Außenminister David Levy bei seinem Besuch in Berlin zu begleiten. In der anschließenden Aussprache beschwerte sich Dr. Korenzecher, daß die übrigen, Repräsentanten nicht dazu eingeladen worden waren und erklärte weiter, daß immer, wenn "hochkarätige" Besucher kämen, die Repräsentanten ausgeschlossen blieben. Sylva Franke sprach von "Zwei-Klassen-Menschen" (einfache Repräsentanten und besondere). Moishe Waks beanstandete daraufhin, daß am Vortag keine Repräsentanten bei der Purimfeier der Gemeinde zu sehen gewesen waren. Dies kommentierte Dr. Korenzecher damit, daß es sich dabei um eine "unterkarätige" Veranstaltung gehandelt habe. Als Dr. Korenzecher seinen Vortrag in seiner langatmigen Art wiederholte, verließen viele Repräsentanten den Raum. Seine Worte ging im allgemeinem Aufbruch unter. Man kann für die nächste Repräsentanz nur hoffen, daß Sie, die "unterkarätigen" Wähler, den hochkarätigen Dr. Korenzecher und die Gruppe "Jüdische Einheit" nicht wiederwählen. Die Repräsentanten müssen wieder den Wählern und der Gemeinde dienen. Wählen Sie die Gruppe "Jüdisches Leben". 27.01.01

Wählen Sie "Jüdisches Leben"!!!