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Rabbiner Walter Rothschild

Ich bin 1954 in England geboren, mein Vater ist in Deutschland geboren und emigrierte 1939 nach England, meine Mutter ist in England geboren ? ihre Mutter kam aus Vitebsk, ihr Vater aus der Nähe Riga. Ich fühle mich also "Westjude" und "Ostjude". Als Schuler besuchte ich regelmässig die orthodoxe Synagoge in Bradford (Nordengland), gehörte aber zur Liberalen Synagoge, wo meine Eltern beide im Vorstand waren, mein Vater für einige Jahren als Präsident. Ich habe also Erfahrung nicht nur als Rabiner, sondern auch als Laie mit der Vorstandsarbeit. Als Student organisierte ich Wochenendseminare und Chavurot in London und Holland und schaffte Kontakte zu verschiedenen anderen Organisationen in Deutschland, Belgien, der Schweiz usw..
Seit 1984 bin ich Rabbiner. Ich bin 1998 nach Berlin als Rabbiner eingeladen worden, um hier als spiritueller Führer zu amtieren. Innerhalb von wenigen Wochen war mir klar, dass viele führende Personen innerhalb der Gemeinde kein Interesse an Religion oder Judentum hatten, sondern nur ihre eigenen Interessen und Vor(ur)teile. Das führte zum Konflikt. Zur gleichen Zeit wurde mir klar, wie viele Leute genau das suchten: religiöse Identität, Wissen, Herausforderung, Trost, innerhalb und ausserhalb der Synagogen. Ich habe einen sehr guten und tiefen Eindruck in das System innerhalb der Gemeinde bekommen. Ich sehe und höre vieles und leider, vieles ist negativ. "Es ist traurig was hier passiert" hört man so oft. "Leute haben Angst". Angst NICHT vor Rechtsextremisten ausserhalb der Gemeinde, sondern vor anderen Mitgliedern innerhalb der Gemeinde !! Genau deswegen möchte ich trotz aller Probleme kandidieren. Ich suche eine Gemeinde hier in Berlin, wo meine Kinder aufwachsen können, ohne ein Ghettogefühl. Eine Gemeinde mit einem lebendigen Judentum, einer ehrlichen und transparenten Verwaltung, und - sehr wichtig - einem besseren Ruf. Zusammen mit anderen, die ähnlich denken haben wir, habe ich die Gruppe "Jüdisches Leben" gebildet, mit dem Ziel, mehr richtige Rabbiner, Kantoren, LehrerInnen, ErzieherInnen und andere professionelle Kräfte hier einzusetzen, damit die Mitglieder, die ihre Steuern bezahlen, das Gefühl haben, hier ist eine richtige, gesunde, glückliche, lebendige jüdische Gemeide.
Chajim!! Wählen Sie, damit:
· unsere jüdische Gemeinde ein lebendiger, sich entwickelnder Organismus wird, der aktiv den Anforderungen unserer Zeit entspricht;
· wir die Kooperation mit den jüdischen Gemeinden Deutschlands und Europa entwickeln und unterstützen und angemessen im Zentralrat der Juden in Deutschland vertreten werden;
· die Selbstdarstellung der Gemeinde in den Medien und in der Gesellschaft der Bedeutung unserer Gemeinde in der Hauptstadt Deutschlands entspricht;
· unsere Synagogen wieder Orte des Betens, des Lernens, des kulturellen Lebens und der Begegnungen werden.

Wählen Sie "Jüdisches Leben"!!!