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Boris Bronchteine

Ich wurde im Jahre 1949 in der Stadt Belzi geboren. Nach dem Abitur habe ich in Perm ein zahnärztliches Studium absolviert. Ab 1972 war ich als Zahnarzt im Gebiet von Odessa und Wladimirstadt tätig und habe als Lehrer in einer medizinischen Schule unterrichtet. Nach einer Zusatzausbildung als Kieferchirurg in Moskau in den Jahren 1978 - 1980 habe ich als Kieferchirurg gearbeitet. Im Jahre 1991 bin ich nach Deutschland gekommen. In Münster habe ich selbständig im Bereich des Verlagswesen und des Außenhandels in den GUS-Ländern gearbeitet. Ich besitze drei anerkannte Erfindungen, bin Vater von drei Kindern und lebe seit 1999 in Berlin. Warum habe ich mich entschlossen zu kandidieren? Ich habe mich mit vielen Menschen aus der ehemaligen Sowjet Union, die in verschiedenen Bundesländern leben, unterhalten und fand überall die gleiche Situation vor. Es herrscht ein großes Un-verständnis zwischen "alten" und "neuen" Gemeindemitgliedern, das von Jahr zu Jahr leider nicht geringer wird. In den ersten Jahren war es die sprachliche Unvollkommenheit und in den darauffolgenden die unterschiedliche Mentalität. Für die Menschen mittleren Alters und die Senioren ist es schwer, das zu ändern. Ich hoffe, dass es unseren Kindern und Enkeln leichter fallen wird. Und wie soll es denen, die jetzt 40, 50 oder 60 sind, ergehen? Selbstverständlich ändern auch wir unsere Ansichten. Aber es gibt allgemeine menschliche Ideale - Gewissen, Ehre, die Selbstverständlichkeit, den Schwachen und Kranken zu helfen und andere biblische Gebote, welche als Grundstein für unser gemeinsames Zusammenleben bestehen sollten.

Ich bin davon überzeugt, dass für die "Heilung"
· erstens - die Erneuerung der Leitung der Gemeinde notwendig ist und
· zweitens - sollten für die Repräsentanz genügend russischsprachige Delegierte gewählt werden, welche die Interessen der Mehrheit vertreten werden. Die Erfahrung in den verschiedenen Städten wie Münster, Bochum, Herne und Recklinghausen beweisen dies. Erinnern Sie sich, wie in Zeiten der Sowjet-Union früh morgens in "fröhlichen" Reihen alle den gleichen Deputierten wählen gegangen sind?

- Am 18 März sollte man fast das Gleiche tun , aber der Unterschied liegt darin, dass 1. Sie die Möglichkeit haben, Ihre Freunde um Rat zu fragen 2. Sie über die Wahl der Kandidaten nachdenken können 3. ein Treffen mit den Kandidaten möglich ist. Beachten Sie die Wahlmöglichkeiten: Man muss nicht alle 21 Kandidaten wählen, sondern man kann auch nur einem oder zwei Kandidaten oder auch einer Gruppe, der man vertraut, seine Stimme geben. So ist es nämlich überhaupt nicht schwer, einmal mit seiner eigenen Stimme Einfluss auf die Geschehnisse der nächsten vier Jahre in unserer Gemeinde zu nehmen. Ebenso möchte ich mich auch an die jungen Leute unserer Gemeinde wenden, denn sie sind die Zukunft der Gemeinde. Und wie sie sich weiter entwickelt, ist auch von ihrer Stimme abhängig. - Kommen Sie zu den Wahlen! Ich kandidiere mit der Gruppe "Jüdisches Leben", und selbstverständlich bin ich mit allen Punkten unseres Programms einverstanden.

Jedoch sind die drei folgenden Punkte von besonderer Wichtigkeit: · dass die Gemeindeverwaltung verständlich, offen, freundlich und kontrollierbar wird,
· dass alle Gemeindemitglieder gleichberechtigt sind und in der Gemeinde echte Toleranz, Respekt und Verbindlichkeit herrschen,
· dass sich ziviler Status und Rechtslage der Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion normalisieren sowie die Hilfen bei der Integration in die Arbeitswelt effektiver werden.